PRESSEINFORMATION

Hannover, 20. April 2007


Hit in Hannover: Farbige Glasoberflächen auf Metall

Die zwei klassischen Werkstoffe Glas und Metall zeigen so konträre Eigenschaften, dass ihre funktionelle Verbindung bislang auf den klassischen Emaillierprozess beschränkt war. Auch farbige glasartige Oberflächen waren bisher nur mit dem althergebrachten Verfahren möglich. Auf der Hannover Mese 2007 erregt nun die EPG mit einem Durchbruch durch Nanotechnologie bei Industrievertetern beträchtliches Aufsehen: Ihren Forschern ist es erstmals gelungen, in Nanoglas-Schichten (siehe Presse-Info vom 10. Oktober 2006) vielfältige Farbpigmente chemisch zu integrieren. Es entstehen attraktive robuste Farboberflächen, die nicht nur die spröde Emaille, sondern auch die aufwändige Verchromung ersetzen können.

Die Oberfläche ist mit rund vier Mikrometern 15 Mal dünner als ein menschliches Haar. In ihrer Kratz- und Abriebfestigkeit entspricht die Oberfläche dem Email. Tests haben ergeben, dass die Beschichtung auf gehärtetem Edelstahl auch abriebfester ist als eine hartverchromte Oberfläche. Das komplexe Beschichtungsmaterial wird durch einen Sprühprozess auf das Metallbauteil aufgebracht und anschließend bei 400 bis 600 °C ausgehärtet. Die Verbindung zum Metall ist nahezu unlösbar, sie erfolgt über so genannte Sauerstoffbrücken zwischen den Metall- und Silizium-Atomen - eine überaus feste chemische Vernetzung. Die Beschichtung ist u.a. resistent gegen Säuren und Salzwasser - und sie besitzt aufgrund ihrer Antihafteigenschaft eine schmutzabweisende Wirkung.

Die erste Serienanwendung der EPG-Technologie befindet sich bei einem führenden deutschen Automobilhersteller in Vorbereitung.

Ansprechpartner:
Franz Frisch, EPG Presse, Tel +49 (0) 89 874828, Pressemail